Kinder schreiben für Kinder

Gedichte

Ein schöner Sommertag

von Timo (8 Jahre) - Fr 21.04.2006

Ein schöner Sommertag
Ich liege auf dem Schuppendach,
hellwach,
und schwitze,
bei einer Riesenhitze.
Kein Wölkchen weit und breit,
die Sonne scheint.
So gut wie niemand geht spazieren,
doch die Kinder galoppieren.
Jan und Jojo von nebenan,
klopfen bei uns an.
Ich esse hier mein Schokoeis,
-mit viel fleiß-
denn es tropft wie Soße
da mach ich mir glatt in die Hose.
Da kommt ne` Mücke, die sticht mich ins Bein,
„Au!“, schrei ich, „Jetzt muss ich rein.“

Die Amsel, die ihr Nest verlor

von Paula (10 Jahre) - Fr 14.04.2006

Die Amsel klein und zierlich war,
verlor ihr Nest im vor´gen Jahr.
Denn sie erlaubte sich den Streich
und baut´ ein Nest am Amsel-Deich.
(Dachrinne 'gleich' Amsel-Deich
auf amselisch im Amselreich.)
Die Amsel flocht mit viel Geschick
ein Nest aus Zweigen, TICK-TICK-TICK.
Die Menschen fanden es gar schlecht,
entfernten dieses Moos-Geflecht,
von Amsel-Mitleid keine Spur
und Frau Amsel, merk dir nur:
Dachrinne;nicht Amsel-Deich;
Dachrinne ist Menschenreich.

Segelboot

von Henriette (10 Jahre) - Sa 01.04.2006

er
ist hier auf
dem Segelboot er ist
hier
auf dem Segelboot er ist hier
auf dem Segelboot er ist
hier auf dem Segel-
boot er ist hier


Die Ente

von Ricarda - Sa 01.04.2006

Sie schwimmt im spiegelglatten Wasser
mit eleganten Zügen
Ihr Federkleid wird immer nasser
das ist ihr ein Vergnügen

Und plötzlich sieht sie einen Fisch
am Grunde ihres Sees
Der kommt auf ihren Mittagstisch
mit etwas Glück des Klees

Sie hält erst Ausschau nach dem Tier
und taucht dann leise unter
Sie nimmt den Fisch nun ins Visier
und wird dann langsam munter

Sie schwimmt so schnell wie sie nur kann
dem Fischlein hinterher
Die Ente strengt sich mächtig an
und dann ist sie sein Herr

Nun lässt sie treiben sich vom Strom
des himmelblauen Fluss´
für ihre Arbeit ist´s ein Lohn
und des Gedichtes Schluss

Ohne Titel

von Ricarda (13 Jahre) - Sa 01.04.2006

Vogelgezwitscher -
zarte Rufe erklingen
übertönen den Schrecken
der Nacht

Meine Mama

von Anna Elisa (8 Jahre) - Fr 17.06.2005

Meine Mama weckt mich früh,
sie tut es nie vergessen!
Ich stehe auf, und zieh mich an,
Mama macht das Essen.

Mama schickt mich in die Schule,
die erste Stunde hab ich Sport.
Ich sag 'Tschüss' zu meiner Mama,
und dann geh ich endlich fort!

Endlich ist die Schule aus,
ich pack meinen Ranzen ein.
ich kann zu meiner Mama gehn,
das finde ich fein!

Zu Hause angekommen
sagt Mama: 'Komm wir
kaufen ein!'
Ich will aber nicht einkaufen
deshalb sag ich:
'Nein!'

Ohne Titel

von Grinsekatze (13 Jahre) - Mi 15.06.2005

Ich sehe dich
so wie du mich
nicht siehst
denn ich bin
was ich bin
bin ein Tier
sitze hier
in einem Käfig aus glas
bekomme hier ekeligen fraß
Denn ich gehör nicht dir
und auch nicht mir
ich bin auch nicht frei
wie es laut Gesetzten sei
wird bei mir übersehn
weil die Menschen gehen
vorbei, sehen mich nicht
schauen mir nicht lange ins Gesicht
Ich bin ein Versuchstier
bitte helft mir!

Abends wenn ich schlafen geh

von Anna Elisa (8 Jahre) - Fr 08.04.2005

Abends wenn ich schlafen geh,
steht am Fenster eine Fee.
Sie winkt mir freundlich zu,
und trägt ganz goldne Schuh.

Sie wünscht mir eine gute Nacht,
und hält heut über mir die Wacht.

Das Abendrot scheint durch das Fenster,
draußen zappeln die Gespenster.

Die kleine Fee machts Fenster zu,
nun hab ich endlich meine Ruh!

Gedicht

von Sabrina (14 Jahre) - So 06.02.2005

Manche Träume sind länger als andere,
manche Träume sind schöner als andere.
Aber mein schönster Traum,
der ließt jetzt grade dieses Gedicht.
Eure Sabrina.

Der Brief

von Saskia und Cindy (9 und 10 Jahre) - Mi 26.01.2005

Es kommt von mir,
es geht zu dir,
es ist kein Mensch,
es ist kein Tier
es ist nur dies ein Stück Papier.

Ein Stück Papier,
jedoch es spricht
es bringt von mir
dir den Bericht:
Ich hab dich lieb,
vergiss mich nicht


Ich freu mich

von Cynthia (10 Jahre) - Fr 26.11.2004

Ich freu mich, dass ich Augen hab, die alles ringsum sehen.
Freu mich, dass ich Füße hab, wohin ich will zu gehen.
Freu mich über meine Ohren, dass ich die Vögel hören kann - und zieht der Kuchenduft ins Zimmer, wie freut mich eine Nase dann.
Die Hände greifen, was ich will,
die Finger halten selten still -
und meine Haare kitzeln mich,
und was der Kopf denkt, spreche ich.


Gedicht

von Jasmin (14 Jahre) - Fr 23.07.2004

Dich zu sehen ist,
als würde man vom Winde verweht sein;
dich zu sehen, macht mich ganz traurig;
doch ich weiß doch auch,
wie sehr ich dich mag.